Tomaten

Leider gehören die Tomaten nicht gerade zu den pflegeleichten Arten, denn für die meisten Sorten ist unser Klima alles andere als ideal. Neben der Kraut- und Braunfäule machen auch andere Krankheitserreger den Pflanzen zu schaffen.
Wer Freilandlandtomaten anbauen will, sollte Sorten auswählen, die weniger anfällig für Krankheiten sind. Diese Sorten werden meistens als tolerant bezeichnet und sind entsprechend gekennzeichnet. Wenn Sie Tomatenjungpflanzen
kaufen wollen, ist 

das  Angebot eher bescheiden, darum sollten Sie sich die Pflanzen selber ziehen. Die Sortenvielfalt bei Saatgut ist riesengroß und  die Anzucht ist recht einfach. Die Aussaat sollte spätestens im März erfolgen. Bei Zimmertemperatur keimen die Pflanzen innerhalb von 7 bis 10 Tagen aus. Die Pflanzen wachsen in dieser Zeit recht schnell und brauchen viel Licht. Pikieren sollte man die Pflanzen recht früh, da sie keine Konkurrenz mögen. Das Auspflanzen sollte aber frühestens Mitte Mai erfolgen, da die Pflanzen keine

Temperaturschwankungen mögen und sie dadurch nur anfällig für Krankheiten werden. Der Standort sollte sonnig und luftig sein, damit der Tau morgens rasch abtrocknet. Bodennahe Triebe sind empfänglicher für Krankheiten und werden weggenommen.

 

Die Infektion mit dem Kraut- und Braunfäule-Erreger (Phytophthora infestans) kann man durch eine Überdachung verhindern. Da der Pilz durch Regen, Tau und Spritzwasser übertragen wird  ist eine Überdachung, die die Pflanzen vor Feuchtig-  keit und Nässe schützt sinnvoll. Auf nasse Blättern benötigen die Pilzsporen nur wenige Stunden um eine Infektion auszulösen. Zuerst bilden sich Stengeln und Blättern graugrüne bis braunschwarze Flecken., die dann später auch an den Früchten sichtbar werden. Essen kann man diese Früchte nicht mehr. Aber Achtung, da Tomatenhauben Kondenswasser bilden ist dies nicht die ideale Lösung.

Ein jährlicher Beetwechsel verhindert den Befall mit Nematoden und anderen Krankheitserregern.
Halten Sie Abstand von Kartoffeln, denn die sind der Hauptüberträger der Knollenfäule. Busch- und Stabtomaten dürfen nicht zusammen gepflanzt werden.

Pflanzstäbe aus Holz sollten grundsätzlich nicht verwendet werden, da sie Krankheitserreger übertragen. Gebrauchte Metallstäbe vor Verwendung mit hochprozentigen Alkohol desinfizieren.

Um Spritzwasser zu vermeiden kann man einen Tontopf im Wurzelbereich eingraben und mit abgestandenen, erwärmten Wasser gießen.

Das regelmäßige Entfernen der Blätter mit braunen  oder hellen Flecken ist unerläßlich. Bei anhaltend schlechter Witterung können massive Infektionen mit biologischen oder chemischen Pilzbekämpfungsmitteln behandelt werden.

Die Pflanzen sollten wöchentlich gedüngt z. B. mit einem halben Liter Brühe aus Brennesseln, Beinwell und Rainfarn (es enthält Kalium und stärkene Kieselsäure) . Schachtelhalmbrühe direkt auf die Pflanze gespritzt, beugt lästigen Pilzkrankheiten vor.

Ein Erfolgsrezept ist das richtige Ausgeizen. Beim Ausbrechen der Geiztriebe mit den Fingern reißt häufig die Haut ein. Mit einer kleinen Schere können Sie überflüssige Verletzungen verhindern. Bei langwachsende Pflanzen entfernt man wöchentlich alle in den Blattachseln wachsenden Geiztriebe, die der Pflanze nur unnötig Kraft entziehen.

Sorte Eigenschaften Widerstandsfähigkeit

Tigerella

 

 

 

 

 

zweifarbig gestreift, frühfreif, ausgezeichneter Geschmack

 

 

(Kiepenkerl)

widerstandsfähig gegen Krankheiten, ertragreich

 

 

 

 

Quadro

 

 

 

 

 

ovale Früchte, gut für die Weiterverarbeitung

 

 

 

 

Bio-Neuzüchtung, tolerant gegen Braunfäule

 

 

 

 

Diplom F1

 

 

 

 

 

helle, runde Früchte, sehr aromatisch, ertragreich,

gleichbleibend hohe Fruchtqualität, frühe Ernte

 

 

resistent gegen Verticillium, Tomatenmosaikvirus u. a. Pilzerreger

 

Picolino

 

 

 

 

 

besonders schmackhaft, platzfest,

Cocktailtomate

 

 

(Pötschke)

wenig anfällig für Krankheiten

 

 

 

 

Gourmet

 

 

 

 

knallrot, rund

 

 

 

(Kiepenkerl)

wenig anfällig für Krankheiten

 

 

 

Serafino

 

 

 

 

 

eierförmige Früchte, hängen in langen Trauben herab

 

 

(Kiepenkerl)

wenig anfällig für Krankheiten

 

 

 

 

Goldene Königin

 

 

 

 

 

milde im Geschmack,

Stabtomate in leuchtend goldgelb

 

 

(Pötschke)

wenig anfällig für Krankheiten

 

 

 

 

Firefly

 

 

 

 

 

 

Cocktailtomate, die Früchte werden 2-3cm groß, süß

 

 

 

 

wenig anfällig für Krankheiten

 

 

 

 

 

De Berao

 

 

sehr starker Wuchs, ovale Frucht, lange Ertragsdauer

 

   Blätter sehr

    widerstandsfähig

    gegen Krautfäule,

    robust

Yellow Plum

mild im Geschmack, platzfest, reift ab Mitte Juli

   widersteht der Kraut-   

    und  Braunfäule

Dolce Vita F1

 

Kirschtomate, ertragreich

 

  wenig anfällig für

  Krankheiten   

Kalimba F1

 

 

 

runde Stabtomate, wohlschmeckend, große Früchte

 

  resistent gegen

  Tomatenvirusmosaik,

  Verticillium u.a.

  Pilzerreger

Vitella

 

 

Stabtomate, rote, runde

Frucht

(Kiepenkerl)

  widerstandsfähig gegen

  Braunfäule und andere 

  Krankheiten

Myrto

 

 

Fleischtomate

 

(Gärtnerei Kiepenkerl)

  widerstandsfähig gegen

  Braunfäule und andere 

  Krankheiten

Phytoresista

 

 

rot, rund bis herzförmig

 

 

  pilztolerant, geringe  

  Anfälligkeit gegen

  Braunfäule

Matt`s Wild Cherry

 

 

Kirschtomate, süß, klein

 

 

  kältetolerant,        

  widerstandsfähig gegen

  Braunfäule

Pötschke, Beuthener Straße 4, 41561 Kaarst

Tel.:  02131/79 31 11      Fax  02131/79 34 47

E-Mail: ambiente@poetschke.com

Kiepenkerl, im Fachhandel oder über

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